Nach dem Bundesgerichtshof können sich fiktive Reparaturkosten nach einem Kostenvoranschlag einer teuren Fachwerkstatt richten

1.Jan 2015 | Allgemein

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In einem weiteren Urteil entschied der BGH eine umstrittene Frage zu den fiktiv geltend gemachten Reparaturkosten (Abrechnung nach Kostenvoranschlag oder Sachverständigengutachten ohne tatsächliche Durchführung der Reparatur):

Es dürfen die Stundenverrechnungssätze einer markengebundenen Fachwerkstatt (hier Porsche) verlangt werden.

Der abstrakte Mittelwert aller regionalen Markenund freien Werkstätten stelle nicht den erforderlichen Geldbetrag i.S.d. des § 249 S. 2 BGB (jetzt § 249 Abs. 2 BGB) dar. Zwar meint auch der BGH, dass der Geschädigte auf eine mühelos erreichbare und ohne weiteres zugängliche günstigere Reparaturmöglichkeit verwiesen werden könne. Wenn jedoch die Stundenverrechnungssätze der Vertragswerkstatt vom Sachverständigen zutreffend wiedergegeben seien, und auch sonst keine Mängel des Gutachtens vorlägen (wofür der Schädiger darlegungs- und beweisbelastet sei), müsse sich der Geschädigte nicht auf die abstrakte Möglichkeit verweisen lassen, das Fahrzeug auch in einer anderen kostengünstigeren Fremdwerkstatt reparieren zu lassen. Dies setze zudem einen Informationsund Forschungsaufwand voraus, der dem Geschädigten nicht zugemutet werde.

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