Maass äußert seine Ansicht zu den Beschlüssen des OLG Frankfurt/Main vom 29.11.2006 und AG Frankfurt/Mai vom 19.06.2007 – Urkundenunterdrückung und Falschbeurkundung durch den Hauptversammlungsnotar?

1.Jan 2015 | Allgemein

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Kurznachricht zu “Der Hauptversammlungsnotar – ein Straftäter von Urkundsdelikten? Zugleich Anm. zu den Beschlüssen des OLG Frankfurt v. 29.11.2006 – 2 Ws 173/05, ZNotP 2007, 188 f. = NJW 2007, 1221 f. und …” von RA und Notar Eike Maass, original erschienen in: ZNotP 2007 Heft 9, 326 – 330.

Der Verfasser bezieht kritisch zu dem Beschluss des OLG Frankfurt/Main vom 29.11.2006, Az.: 2 Ws 173/05, Stellung. Ferner bestätigt er in seinem Beitrag die vom AG Frankfurt/Mai im Beschluss vom 19.06.2007, Az.: 995 Ds 3640 Js 217781/05 gegenteilig geäußerte Auffassung, dass sich der Hauptversammlungsnotar nicht wegen Urkundenunterdrückung und Falschbeurkundung strafbar macht.

Hintergrund der Entscheidungen sind zwei Verfahren gegen Notare, die Beurkunden im Rahmen der Hauptversammlung von AGen durchgeführt haben. Das Vorgehen der Notare sei aus beurkundungsrechtlichen Gründen nicht zu beanstanden, gleichwohl habe das OLG Frankfurt/Main den hinreichenden Tatverdacht bei einem Notar wegen Urkundenunterdrückung nach § 274 Abs. 1 Nr. 1 StGB und Falschbeurkundung im Amt gem. § 384 Nr. 1 StGB bejaht. Das hält der Autor für evident falsch, zumal im zivilgerichtlichen Verfahren gegen den Notar keine Fehler vom 5. Zivilsenat des OLG Frankfurt/Main in seiner Entscheidung vom 17.07.2007, Az.: 5 U 229/05 festgestellt worden seien. Unter diesem Gesichtspunkt sei die Entscheidung des AG Frankfurt/Main nur zu loben, haben die zuständigen Richter nämlich “Flagge” gezeigt und sich nicht an der fehlerhaften Auffassung des OLG orientiert.

Dieser Beitrag wurde erstellt von RA Markus Holzer.

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